Vertragsrecht im BGB

Das Vertragsrecht ist ein komplexes und kompliziertes Rechtsgebiet, das kein eigenes Gesetzbuch ist, sondern im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) integriert ist. Es regelt unter anderem das Zustandekommen eines Vertrags, den Vertragsinhalt und den Vertragsgegenstand.

BGB Vertragsrecht: Wie kommt ein Vertrag zustande?

Ein Vertrag kommt durch mindestens zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Dazu wird von einem der Vertragspartner ein verbindliches „Angebot“ gemacht und von dem Empfänger, dem zweiten Vertragspartner, erfolgt eine „Annahme“. Dabei gilt, dass das Angebot und die Annahme nicht in allen Fällen schriftlich erfolgen müssen. Manchmal ist konkludentes Handeln (Zustimmung durch nonverbales Verhalten) ausreichend.

BGB Vertragsrecht: Welche Vertragstypen gibt es?

Bei Verträgen wird in einige Vertragstypen unterteilt. Diese werden durch die Hauptpflichten des Vertrags, also durch die Wesensmerkmale bestimmt.

Gesetzliche Vertragstypen gemäß BGB:

  • Kaufverträge
  • Darlehensverträge
  • Mietverträge
  • Leihverträge
  • Dienstverträge
  • Arbeitsverträge
  • Werkverträge
  • Maklerverträge
    etc.

Aufgrund der Vertragsfreiheit werden auch Mischungen von Verträgen unternommen, wie beispielsweise beim Leasingvertrag. Dieser basiert auf dem Kauf- und Mietrecht.

Vertragsrecht: Unwirksamkeit trotz Zustandekommen nach BGB?

Es ist möglich, dass ein Vertrag trotz einhergehender Einigung unwirksam ist.

Gründe für Unwirksamkeiten eines Vertrages sind:

  • Geschäftsunfähigkeit
  • Beschränke Geschäftsunfähigkeit
  • Formmangel
  • Verstoß gegen das Gesetz
  • Sittenwidriges Handeln
  • Anfechtbarkeit durch Irrtum oder Drohung

In einem dieser Fälle werden bereits erfolgte Leistungen zurückgewährt.

Vertragsrecht BGB: für Sie zusammengefasst

  • Das Vertragsrecht wird im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt und beinhaltet das Zustandekommen eines Vertrags und auch den Inhalt des Vertrages.
  • Ein Vertrag kommt bei mindestens zwei übereinstimmenden Willenserklärungen zustande und ist nur rechtens, sobald ein Angebot und eine Annahme durch je einen der zwei Vertragspartner geäußert wird.
  • Da nicht alle Verträge an eine Form gebunden sind, reicht in manchen Fällen auch das konkludente Handeln.
  • Es gibt auch eine Vielzahl an Situation, bei denen ein Vertrag trotz bereits erfolgter Leistung unwirksam ist und automatisch aufgehoben wird.

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